jzipp-online / Eisenbahn und Industrie im steirischen Randgebirge

Idee & Konzeption

Aufbauend auf meinen Erfahrungen als Modulbahner entwickelte ich die Idee, an kleinen Teilstücken zu arbeiten, die sich irgendwann zu einer großen und sinnvollen Anlage ergänzen. Diese Teilstücke sollten jeweils für sich fertig und voll ausgestaltet sein; und meine Anlage mit jedem Teil weiter "wachsen“.

Diorama und Anlagenteilstück Verladestelle Waldbahn

Meine Motive für diese Vorgehensweise waren vielfältig:

  • Die Tätigkeiten an solchen einzelnen Teilstücken sind überschaubar. Verschiedene Bauphasen werden in kürzerer Zeit durchlaufen, finale Arbeitsergebnisse sind schneller sichtbar.
  • Die Arbeitsmethode ist familienfreundlich. Teilstücke können im Wohnzimmer, am Küchentisch oder auf der Terrasse bearbeiten werden.
  • Die kleinen transportablen Teilstücke erlauben ergonomisch angenehmeres und leichteres Arbeiten.
  • Die Elemente und damit die gesamte Anlage bleiben transportfähig. Gebaute Teilstücke können weiterhin zum Fotografieren im Freien ausgebaut werden.
  • Im Falle eines Abbruches sind einzelne Teilstücke fertig, die als für sich abgeschlossene Dioramen verwertet werden können (im Gegensatz zu einem halbfertigen Anlagenunterbau).
Diorama Verladestelle Waldbahn in den Anlagenplan integriert

Allerdings gilt es auch einige Nachteile zu kennen und beherrschen:

  • Zwischen den Teilstücken müssen Schnittstellen berücksichtigt werden. Dies bedeutet ggf. Einschränkungen und verursacht Zusatzaufwand. Bestimmte Anlagenteile (z.B. eine Gleiswendel) können nicht sinnvoll mit vertretbarem Aufwand in kleine Teilstücke zerteilt werden.
  • Ein durchgehender Fahrbetrieb ist erst nach Fertigstellung einiger/aller Teilstücke möglich. Eine wirkliche technische Erprobung einzelner Teilstücke ist schwierig.

Der nicht vorhandene Fahrbetrieb störte mich jedoch zunehmend. Weniger wegen des fehlenden Spielens an sich, sondern weil ich die Möglichkeit vermisste, meine Fahrzeuge einzufahren und zu testen. Daher beschloss ich, neben dem Bau der ersten Teilstücke, auch einen Testring zu bauen. Aus diesem Aufbau entwickelte sich eine erste, ursprünglich überhaupt nicht geplante Ausbaustufe meiner Modelleisenbahnanlage. Dazu waren extra gebaute Interims-Streckenteile notwendig: zuerst ein immer-an-der-Wand-entlang Gleis zu einem Ikea-Ivar-Regal, dann (weil mit dem Essen kommt der Appetit) ein 4-gleisiger Ivar-Regal-Schattenbahnhof, schließlich eine Gleiswendel zur Anbindung des oben genannten Testringes.

Und siehe da, plötzlich hatte ich es erstmals seit 20 Jahren wieder zu einem kleinen Fahrbetrieb in den eigenen 4 Wänden geschafft. Noch nicht in Gestalt der erwünschten Traumanlage, noch lange nicht mit all den gesuperten und umgebauten Traumlokomotiven, aber mit viel Spaß, vielen neuen technischen und modellbauerischen Erkenntnissen, viel Zuspruch von Familie und Freunden und letztlich einiger Befriedigung über ein immerhin langsam sichtbar werdendes Fortkommen.